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L O R E N Z O G A R C I A

Gemeinsam drängeln wir uns an den vielen Leuten vorbei, und verlassen das Anwesen von George - ein junge aus unserer Stufe, ein totaler Freak, wenn ihr mich fragt.

Ich lehne mich an die weiße Hauswand und zünde mir eine Zigarette an. Das Nikotin zieht durch meine Lungen, sofort wurde ich entspannter. Ich puste den Rauch aus, so das Mike für eine kurze Zeit von meinem Sichtfeld verschwindet.

Abwartend sehe ich mike an. Mit gerunzelter Stirn sieht er mich an. „Auch eine?" Frage ich ihn, was er jedoch mit einem Kopf schütteln verneint. „Dann rede endlich"

„Lorelai" fing er an. „Sie scheint glücklich zu sein... wenn sie bei dir ist" „kann sein" tat ich auf unwissend und kaltherzig.

Lorelai war glücklich wenn sie bei mir war. Auf irgendeine Art und Weise ließ mich dieser Gedanke nicht ganz so kalt wie ich tat.

„Ich sehe euch oft zusammen" er macht eine kurze Pause bevor er lauter Sachen aufzählt. „Wie ihr euch gegenseitig was zu flüstert, gemeinsam lacht, Zeit verbringt, euch anfasst, euch ansieht."

„Mike, chill. Ich will nichts von-" „Denkt ihr ich bin dumm, huh?", unterbricht er mich gereizt. „Wenn wollt ihr verarschen, Du pisser?" er schubste mich aggressiv.

„Mike" knurre ich. Erst Lorelai und dann er, Scheiß Smith' Geschwister. „Was Mike?! Was!? Wir hatten eine Regel, Geschwister des Anderen werden in Ruhe gelassen" zischt er wütend.

„Was machst du? Du machst-" „Nichts mache ich, rein gar nichts." unterbreche ich ihn.

Lügner!

„Mike, was willst du von mir?" frag ich ihn und drehe meine zu ende gerauchte Kippe auf dem Boden aus.

„Was ich von dir will?"fragte er mich schreiend. „Ja! Du weißt, ich würde niemals etwas mit ihr anfangen" niemals, niemals.

Immer wieder ging mir dieses Wort durch den Kopf. Lorelai und Ich. Niemals.

Die verschiedensten Bilder tauchten in meinem Gedächtnis auf.

Unsere verlangenden küsse, die mich um den Verstand brachten.

Ein Gefühl von Sehnsucht breitet sich in mir aus. Sehnsucht nach ihren zärtlichen Berührungen.

Ihre kleine zierlichen Arme die sich um meinen Oberkörper geschlungen hatten.

Ihre kleine feuchten Tränen die sie immer zu verstecken versuchte.

Ihre wunderbaren Augen. Ein traumhaftes Blau. Es ist faszinierend, wie Augenfarben einen so aus der Fassung bringen kann wie es ihre Meeres blauen tun.

Für so ein Blau würde ich morden, wenn ich könnte.

Ich brauche kein Meer, ich muss nur in ihre Augen sehen und ich habe das schönste Meer vor mir.

Wilde Wellen die sich im Wasser bekämpfen. Schmerz und Freude. Das kämpft in ihrem Meer aus Gefühlen mit einander.

Lorelais wunderschönen blauen Augen, der Grund warum mein Herz jedes Mal vor Bewunderung still steht.

𝐉𝐔𝐒𝐓 𝐇𝐄𝐑 𝐄𝐘𝐄𝐒 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt