Kapitel 5. *

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Pov. Mila, Mensch

Bruce hatte mich in ein weißes Krankenzimmer gebracht und gebeten mich auf eine Liege zu setzten. Ich hatte mir nicht mal die Mühe gemacht, mich zu weigern, als er mich hierhergeschleppt hatte. Das hätte nur zu einem anstrengenden Gespräch geführt, indem er mir erklärte, dass er mir nichts Böses wollte blablabla...


"Zuerst werde ich dir ein paar Fragen stellen, danach ein paar Test machen. " Er blickte auf sein Klemmbrett, welches wahrscheinlich nur dafür da war, ihn schlau aussehen zu lassen: „Es würde alles sehr viel einfacher machen, wenn du bereitwillig redest und mitarbeitest. Das gleiche gilt natürlich auch für dein Training mit Natasha und Clint nachher." Ich ließ mich rücklings auf die harte Liege fallen und legte meinen Kopf auf meine Hände. „Fangen sie einfach an."


Sein Blick schoss von seinen Papieren zu ihr und wieder zurück. „Also ähmm...", er räusperte sich, „du kannst dich in einen Panther verwandeln?" Ich grinste spöttisch: „Ein schlaues Kerlchen bist du! Ich kann es dir gerne nochmal zeigen, wenn du vorhin aus Versehen die ganze Zeit die Augen zu hattest." Ich wollte mich schon aufrappeln, da antwortete er schnell: „Das wird jetzt noch nicht nötig sein. Es reicht mir, wenn du es mir erzählst. Als Mensch. Mit deinem Mund. Ich stehe nicht so auf... du weißt schon. Die Fangzähne." Mein Grinsen verschwand schlagartig. „Vergiss es. Während du nicht so auf meine Beißerchen stehst, stehe ich nicht so auf Geschichten erzählen." Bruce legte eine verständliche Miene auf und zog sich einen Stuhl an die Liege. „Das verstehe ich natürlich." Seine Stimme hatte einen väterlichen Ton angenommen. „Ich rede auch nicht gerne über meine Vergangenheit. Wie wäre es, wenn du einfach ganz am Anfang beginnst." Wütend knurrte ich ihn an und ich war mir sicher, dass meine Augen nicht mehr menschlich aussahen. „Ich werde nicht darüber reden. Und es ist mir egal, dass hinter dieser Tür bewaffnete Männer lauern." Mein Finger zeigte in Richtung einer Tür zu ihrer Linken: „Du kannst mich nicht dazu zwingen irgendetwas zu machen. Und wenn du noch einmal versuchst mich mit deinem gefälschten Verständnis zu erweichen, reiße ich dir die Kehle raus!"Nach meiner klaren Aussage, die ihn, seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, den er auflegte, als er ihr ein Pulsmesser um den Arm legte, ordentlich erschreckt hatte, verlief alles eher ihrem Geschmack. Er redete nicht, während er irgendwelche Tests mit ihr machte und ganze Romane verfasste und sie durfte einfach nichts tun.


"Was schaust du denn so, es sind doch nur 2 Spritzen" Ich schüttelte den Kopf: „Ich hasse Spritzen." Ich hatte keine Angst vor dem Schmerz, davon hatte ich schon mehr ausgehalten. Aber wenn man über Jahre mit Spritzen und irgendwelchen Tinkturen bearbeitet wurde, entwickelte man irgendwann eine Art Abneigung. Eine große.


"Bruce nein, ich lass vieles zu, wenn ich keine andere Wahl habe. Und das mit dem Blut abnehmen war schon sehr riskant für dein Leben. Aber ich lasse nicht zu, dass diese Nadeln unter meine Haut gehen. Vergiss es.""Mila beruhig dich bitte. Es sind nur zwei Schutz Impfungen.", versuchte er mir weiß zu machen."Und wieso muss das sein? Ich war seit Jahren nicht mehr krank." "Das ist nun mal Vorschrift. Hör zu. Ich werde dir nicht wehtun. Es ist-" ich schnitt ihm das Wort ab. "Verstehst du es nicht? Ich bin kein zehnjähriges Mädchen, dass Angst vor dem Monster unter ihrem Bett hat! Diese Dinger", ich hielt die Spritze hoch, die er auf die Liege gelegt hatte, „verfolgen mich seit einer Ewigkeit. Sie sind eine Erinnerung an das, was Hydra mit mir gemacht hat." Ich fühlte mich in dem Moment schutzlos. Und das machte mich noch wütender. Ich hasste es darüber zu reden, wie ich empfinde und was ich erlebt hatte. Fluchend sprang ich auf. Es war ein Fehler gewesen ihm das gesagt zu haben. Ihn überhaupt erlaubt zu haben mit mir diese Tests zu machen.


Ich war schon auf dem halben Weg zu Tür, als ein mechanisches Klicken hinter mir ertönte. Damit meinte ich das Waffen entsichern.


"Ich hatte gehofft, dass es mir bei Shield besser gehen würde. Aber da lag ich wohl falsch. Auch hier bin ich ein Monster. Shield ist nicht besser als Hydra. Und da dachte ich, du würdest das verstehen, Bruce."


Mit den Worten drückte ich die Klinke runter, verwandelte mich und rannte die Agenten vor der Tür um.


Ja und ich tue das hier alles nur wegen den Spritzen. Aber jetzt versetzt euch mal in meine Lage. Ihr hab vor nicht viel Angst. Nur vor ein paar Sachen. Und ihr werdet mit einer dieser Sachen konfrontiert. Wie fühlt ihr euch?


Ich rannte durch die Gänge, in der Hoffnung den Ausgang zu finden. Doch leider macht ein Panther ziemlich viel Aufmerksamkeit. Ohne mich umzudrehen wusste ich, dass mich ein Dutzend Agenten verfolgten.


Und mein Glück spielte mir so was von nicht in die Arme, denn ich kam bei der Brücke raus. Was hieß ich bin auf dem Hellicarrier was so viel heißt, wie ich bin verloren.


Zu meinem großen Glück, hatte ich den Jackpot gezogen. Die Avengers und Nick Fury waren gerade alle auf der Brücke. Sofort hatte ich noch mehr Aufmerksamkeit auf mir.Kennt ihr das aus Filmen, jemand rennt in den falschen Raum, hat die ganze Aufmerksamkeit auf sich und geht dann mit einem Biep Biep Biep rückwärts wieder raus?Genau das würde ich jetzt gerne machen.Wären hinter mir nicht die Agents.

Mila Stark ~ Tonys Tochter (Marvel ff)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt