Dunkelheit

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Es ist dunkel.
In der Ferne kann ich ganz leise das Echo von Wassertropfen hören, die langsam auf den Boden tropfen. Links von mir höre ich leichten Summen, das von einem Lüfter zu kommen scheint. Es ist sehr kalt. Die Unterlage, auf der ich liege, fühlt sich sehr glatt und metallen an, sie ist auch unangenehm kalt. Mein Kopf liegt leicht erhoben, auf einer weichen aber sehr engen Ablage. Um meinen Kopf befindet sich eine Art Riemen oder Haltegurt der sehr fest an meinem Kopf anliegt, ich kann fühlen wie er sich in meine Haut eingeschnitten hat. Zwischenzeitlich kann ich immer wieder mal ein leises elektrisches Surren hören, wie wenn eine Leuchtstoffröhre ein und ausgeschaltet würde. Langsam kann ich meinen Körper wieder besser wahrnehmen. In meinem rechten Unterarm verspüre ich einen starken stechenden Schmerz, der pulsierend immer stärker wird. In meinen gesamten Kopf dröhnt es, mein Herzschlag wird immer lauter und pocht immer stärker, in meinem Kopf fühlt es sich an als ob tausende Messer gleichzeitig auf mich einstechen, mein Herzschlag rast, immer schneller und schneller.

Stille.
Alles ist dunkel, kein Geräusch, kein Gefühl, keine Kälte, alles verschwunden.

Als ich langsam wieder zu Bewusstsein komme, sind die starken Schmerzen verschwunden. Nur noch an meinen Kopf hinter dem rechten merke ich ein merkwürdiges, drückendes Gefühl. Ich versuche meine Augen zu öffnen, es fällt mir nicht leicht aber ich schaffe es letztendlich trotzdem und meine Augen gewöhnen sich langsam an die Dunkelheit. Über mir hängt eine große, runde Lampe, die an einem Schwenkarm befestigt ist. Die Decke darüber sieht aus wie aus blanken Beton und auch die Ansätze der Wände, die ich sehen kann, bilden in keinem Fall Unterschied. Ich versuche mich aufzurichten aber bleibe mit meinem Kopf auf der Stütze liegen. Der Gurt sitzt immer noch fest um meinen Kopf. Mit aller Kraft versuche ich meinen Arm zu bewegen. Nach einiger Zeit hab ich mit meiner Hand meinen Kopf erreicht und betätige einen kleinen Riegel an meiner Kopfstütze. Der Gurt lockert sich und ich erhebe mich ganz langsam und setze mich auf. Ich befinde mich in einem kleinen, dunklen Raum, auf einer Art OP-Tisch, der nicht wirklich stabil wirkt. Die Wände bestehen alle aus blankem Beton. Nur zwei Rolltische lassen den Raum weniger leer wirken. Auf einem dieser Tische befinden sich eine Vielzahl verschiedener kleiner Messer und elektronisch Geräte die ich nicht eindeutig identifizieren kann. Auf einem Monitor befinden verschiedene asiatische Schriftzeichen, das einzige, was ich davon verstehen kann, ist ein Balken, der quer über den Bildschirm geht mit der Aufschrift „100 %". Ich habe eine Art weißen Laborkittel an und in meinem rechten Arm steckt eine winzige Kanüle, über die ich mit einem Schlauch an einem durchsichtigen Plastikbeutel hänge, in dem sich eine klare Flüssigkeit befindet. Der Beutel ist an dem Arm befestigt, an dem sich auch die Lampe befindet. Ich greife an die Stelle an meinem Kopf, an der ich vorhin dieses merkwürdige Gefühl gespürt habe. Dort befindet eine kleine Metallplatte, an der sich viele kleine Punkte aus Metall befinden, die aus der Platte hervorstehen, es könnte sich hier, um Kontakte handeln, um ein elektrisches Gerät mit mir zu verbinden, aber sicher kann ich das nicht sagen. Es könnte sein das man an meinem Kopf eine Operation durchgeführt hat, aber wer, warum und wozu dient die Platte an meinem Kopf, zu viele Fragen auf die ich mir jetzt keine Antwort bilden kann.

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⏰ Last updated: Mar 27, 2021 ⏰

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