𝚃 𝚑 𝚒 𝚛 𝚝 𝚢 - 𝚏 𝚘 𝚞 𝚛

375 14 1
                                    

Pov Ellen:
Die restliche Fahrt vergeht wie im Flug und schon fahren wir bei dem Haus von Kais Eltern vor.  „Da sind wir", murmelt Kai, während er den Schlüssel aus seinem Auto zieht.
Mittlerweile hat es schon längst angefangen zu dämmern, auch wenn es noch nicht mal 17 Uhr ist.
Kai öffnet den Kofferraum, damit Balou rausspringen kann. Dieser läuft dann auch gleich um die ecke, wo die Haustür ist. Kai und ich folgen schließlich, mit unserem Gepäck in der Hand.
Als wir um die Ecke biegen steht Anne schon an der Tür, Balou scheint schon an ihr vorbei, ins Haus, geflitzt zu sein. „Frohe Weihnachten", meint sie lächelnd und zieht mich sofort in ihre Arme. Wie ich Annes Herzlichkeit liebe. „Frohe Weihnachten", erwidere ich. Kai begrüßt seine Mutter auch noch und dann betreten wir auch schon das Haus. Im Wohnzimmer ist der Rest der Familie, die uns auch alle herzlich begrüßen. Ich lerne außerdem noch Leas Freund Jonah kennen. Das Wohnzimmer ist bereits reichlich mit Weihnachtsdeko dekoriert und in der Ecke steht ein riesiger Tannenbaum, unter dem auch schon Geschenke liegen. Eine Weile stehen wir noch alle im Wohnzimmer für einen kurzen smalltalk.
„Wir würden dann nochmal unsere Sachen hoch bringen", meint Kai. „Ich habe dir schon Bettwäsche auf Kais Bett gelegt", lächelt Anne und dankend nicke ich. Wir entfernen uns von allen und schnappen uns noch unsere Taschen, bevor wir die Treppe hoch gehen. Er öffnet die Tür zu seinem Zimmer und sofort leuchtet uns eine Lichterkette, die im Fenster hängt, entgegen. „Mama liebt Weihnachtsdekoration", lacht Kai und macht dann das Deckenlicht an. Sein Zimmer sieht noch genauso aus wie beim letzten Mal, nur das noch etwas weihnachtsdeko in der Fensterbank steht. Ich stelle meine Tasche ab und lasse mich auf Kais Bett fallen, wo auch schon meine Bettdecke liegt. „Treppe gehen ist anstrengend geworden", seufze ich und streiche währenddessen mit meiner Hand über meinen Bauch. Kai muss daraufhin lachen und setzt sich neben mich aufs Bett. „Ich würde meine Tasche dann erstmal hier stehen lassen und wenn du schlafen gehen willst hole ich sie runter", meint er und betrachtet währenddessen die Weihnachtsdekoration im Fenster. Vorsichtig lege ich meinen Kopf auf seinen Schulter und er seine Hand auf meinem Bauch. „Danke nochmal", hauche ich. - „Für was?" - verwirrt sieht Kai mich an. - „Für alles"- Noch eine Weile bleiben wir einfach in der Position. Kais Hand streicht die ganze Zeit weiter über meine Kugel.
„Ich glaube wir sollten mal wieder nach unten", flüstert er irgendwann. Wir stehen also auf und ich greife noch nach der Tasche mit den Geschenken drin. „Du hättest doch keine Geschenke kaufen müssen", meint Kai, als er die Tasche sieht. - „Doch und außerdem ist es nur eine Kleinigkeit"-

Als wir unten ankommen sitzen schon alle am Esstisch. Ich stelle noch die Geschenke unter den Baum und Kai stellt auch noch etwas unter. „Du hättest doch nichts kaufen müssen", meint auch Anne sofort. „Es ist nur eine Kleinigkeit", erkläre ich auch ihr und wir setzten uns zu allen. Die Stimmung am Tisch ist gemütlich. Alles ist weihnachtlich dekoriert und das einzige Licht spenden Kerzen und der beleuchtete Weihnachtsbaum, der wirklich wunderschön ist. Wir unterhalten uns alle erstmal, bis Anne irgendwann die Weihnachtsgans serviert. Dazu gibt es, wie Kai auch schon gesagt hat, Klöße und Rotkohl. Wie erwartet schmeckt das Essen
bombastisch.
Zum Nachtisch serviert Anne dann noch selbst gemachtes Eis und jede Menge Obst, welches mit Schokolade umhüllt ist. Ich probiere mich zwischen den verschiedenen Eissorten, sowie Obstsorten, durch und stelle fest das auch dies alles super lecker schmeckt.
Mit vollen Mägen räumen wir alle gemeinsam den Tisch ab.
Bisher war der Abend wirklich wunderschön. Ich habe mich im Kinderheim nie so wohl wie hier gefühlt, denn Kais Eltern behandeln mich wirklich einfach wie ihre Tochter. So habe ich das erste mal seit 3 Jahren wieder das Gefühl eine richtige Familie zu haben. Schon die Stimmung alleine ist so Familiär, wie es nie im Heim war. Wir lachen viel und es ist einfach generell total gemütlich.

Nach einer Zeit machen wir dann endlich die Bescherung. Das ist der Part, den ich schon immer geliebt habe, auch wenn ich im Kinderheim immer sehr wenig zu Weihnachten bekommen habe, habe ich mich trotzdem immer gefreut. Schon alleine das man sich gegenseitig an Weihnachten beschenkt , und auch wenn es nur einen Kleinigkeit ist, macht mich glücklich, denn es zählt ja die Geste.
Alle versammeln sich schließlich um den Weihnachtsbaum. Zuerst übergebe ich jeden die Kleinigkeiten die ich besorgt habe. Für Kai habe ich ein Tshirt besorgt, wo ich wusste das er es gerne haben wollte und als kleine Entschädigung, weil ich ja gefühlt alle seine Klamotten geklaut habe. Für Lea habe ich ein Armband besorgt, worüber sie sich auch sehr freut und Kais Eltern bekommen von mir Pralinen und Anne noch eine Blume. Alle bedanken sich bei mir und meinen das es gar nicht nötig gewesen wäre, weswegen ich rot anlaufe.
„Ich hab für euch alle zusammen was", meint Kai schließlich und holt einen Umschlag unterm Baum hervor. Er gibt den Umschlag seiner Mutter die in neugierig zu öffnen beginnt. Gespannt sehe ich auch zu, während Kai sich wieder neben mich aufs Sofa setzt.
Als Kais Mutter es endlich schafft den Umschlag komplett zu öffnen und den darin befindenden Brief aufzufalten, schlägt sie ihre eine Hand vor den Mund. Sprachlos gibt sie Lea, die auch neben mir sitzt, den Brief in die Hand. „Wir fahren nach Mykonos?!", rufe ich und sehen geschockt zu Kai. Dieser nickt: „Nächsten Sommer, mit der kleinen", schmunzelt er. Ich kreische auf und schlinge meine Arme um ihn. Ich war noch nicht oft im Ausland und Mykonos war ja erst recht richtig krass. „Kai das hätte doch nicht seien müssen",murmelt Anne und umarmt ihren Sohn. „Doch", meint Kai nur und erwidert ihre Umarmung. Ich bin immer noch geschockt. Er lädt uns einfach alle ein. Kai ist so ein Familienmensch, das ist nicht mehr normal.

Nachdem sich alle beruhigt haben, geht die Bescherung weiter. Kais Eltern schenken uns zusammen viele Sachen für die kleine. Ich freue mich darüber sehr, denn was besseres kann man uns jetzt kaum schenken. Außerdem schenkt mir Anne noch so ein Set mit Shampoo und so. Dankend umarme ich sie. Von Lea bekomme ich schließlich ebenfalls noch ein Armband, welches Wunderschön ist, trotzdem lachen wir beide, da wir vom Geschenk her ja die gleiche Idee hatten.

Nächstes Kapitel wird besser, versprochen🥲

Big little change||Kai Havertz ff Where stories live. Discover now