•63• Top oder Bottom?

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Oh je... Mal wieder die alte Leier: Es tut mir schrecklich leid, dass dies hier erst das erste Kapitel im Jahr 2019 ist, aber die Ideen, die ich für dieses Kapitel vorgesehen hatte gab nicht so viel Schreibstoff, wie ich ursprünglich gedacht und gehofft hatte.
Also musste ich mir noch ein paar Ideen aus den Fingern saugen und ich hoffe sehr, dass ihr damit zufrieden seid!

Ehrlich gesagt... Ich hatte Panik.
Ich hatte mega Panik.
Und zwar davor, was passieren würde.
Würde Andreas mit zu David kommen?
Wie würde David dann reagieren, wenn plötzlich zwei Vampire bei ihm sind?
Oder eine ganz andere Frage: Wie würde Andreas reagieren, beziehungsweise, was würde er mit David anstellen, oder anstellen wollen?
Würden wir überhaupt so weit kommen?
Was, wenn Andreas durch seine Anwesenheit meine, oder besser gesagt unsere Reise beeinträchtigen würde und wir dadurch hier im Nichts herumgeistern, bis in alle Ewigkeit?

Oh Gott, je mehr ich mir die Folgen zurecht dachte, desto mehr verfiel ich meiner Panik.
Aber das durfte nicht geschehen.
Ich durfte mich nicht von der Angst vor den möglichen Folgen nicht einnehmen lassen. 
Ich versuchte mich einfach so gut es ging auf David's Zimmer zu konzentrieren.
Wer weiß, vielleicht würden Andreas und ich dies hier ja überraschenderweise unbeschadet überstehen.

Plötzlich wurde mein Körper von einem angenehmen warmen Kribbeln überzogen, was ich immer dann verspürte, kurz bevor ich mein Ziel erreicht hatte.

Wenig später spürte ich dann auch schon wieder festen Boden unter meinen Füßen.
Ungefähr so, als würde ich aus einem Albtraum aufwachen, riss ich meine Augen auf und hob ruckartig meinen Kopf an, nur um mich zu vergewissern wo ich mich befand.

David's Zimmer...

Erleichtert atmete ich aus und fuhr mir durch's Gesicht - ich hatte es geschafft.
Aber nur wenige Sekunden später holte ich tief Luft, da ich komischerweise total außer Atem war und leicht erschöpft.  
Hm... Das war neu.

Auf einmal hörte ich wie etwas scheppernd und klirrend zu Boden fiel und ich drehte meinen Kopf zu der Geräuschquelle.
Links vor mir stand mein Bruder David - wie konnte ich ihn eben nicht bemerken? - und sah mich mit seinen grünen weit aufgerissen Augen an.
Ein kurzer Blick zusätzlich auf den Fußboden vor ihm genügte um sehen dass er ein mit Wasser gefülltes Glas fallen gelassen hatte, welches dann auf den Boden zersprungen war.

Die Knopfleiste seines schwarzes Hemdes, worauf auf der linken Seite das weiße Logo der Sicherheitsfirma prangte, für die er arbeitete, waren offen...
Anscheinend kam er vor nicht vielen Minuten nach Hause und wollte sich gerade umziehen.

»Was zum-?« Murmelte mein großer Bruder total verwirrt und starrte mich weiterhin an.
Ach ja... Er hatte ja noch nie gesehen wie ich zu ihm gekommen bin und dementsprechend musste das auf einen Außenstehenden ziemlich befremdlich aussehen.

»Ähm... Hi?« Versuchte ich die komische Situation aufzulockern und anscheinend schien es zu funktionieren, denn mein älterer Bruder entspannte sich sichtlich etwas.
Ich ging auf ihn zu und nahm ihn in den Arm.
»Du kannst -... So bist du also immer hier her gekommen, du kannst dich teleportieren?!« Ich löste mich von meinem Bruder und sah ihn mit einem schrägen Grinsen an.
»Na ja... Sowas ähnliches...« Vermittelte ich David und er nickte.
»Irgendwie-«
»Komisch? Unheimlich? Unmenschlich? Unnatürlich? Abnormal?« Unterbrach ich David und zählte verbittert die Wörter auf, mit denen man hervorragend meine Fähigkeiten vergleichen könnte.
»-cool.« Meinte mein Bruder jedoch nur und ich sah ihn überrascht an.
»Ja, das ist irgendwie cool.«
Ich versuchte auf seine Reaktion mit einem fröhlichen Lächeln zu antworten, aber das Benutzen meiner Gesichtsmuskeln musste hundertprozentig wie ein Schlaganfall ausgesehen haben, denn mein Bruder sah mich genau so an als wäre mir das gerade wiederfahren.

Blood Slave (⚣)Tahanan ng mga kuwento. Tumuklas ngayon