Kapitel 2

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Man sieht sich immer zwei mal im Leben

Ich stand auf einer wunderschönen Wiese, die Sonne schien und ich hörte Gelächter.

Ich drehte mich um und sah zwei Personen angerannt kommen.

Es waren eine Frau und ein Mann.

Die Frau hatte blaue Augen und blondes Haar mit Engelslocken. Sie trug ein schneeweißes Kleid.

Der Mann hatte schwarze Haare und braune Augen. Er sah sehr stattlich aus und trug eine Uniform... die Uniform des Königs.

"Fang mich doch John." schrie die Frau ihm hinterher und lachte wieder.

"Ich krieg dich schon Amira." sagte er und rannte schneller.

Und dann packte der Mann die Frau um die Taille und die Frau schrie und lachte dabei sehr.

Sie fielen beide aufs Gras und der Mann lag über der Frau.

"Ich liebe dich mein König." sagte sie.

"Und ich liebe dich meine Königin." sagte der Mann zu ihr.

Auf einmal wurde es total dunkel.

Der Wind wehte.

Die Frau und der Mann rannten zu den Pferden und dann...

"Angelina Liebes, aufstehen. Euer Vater erwartet Euch zum Frühstück." sagte eine freundliche Stimme.
Jemand zog meine Gardinen auf und die Sonne schien auf mich. Ich machte die Augen auf, drehte mich auf den Rücken und sah Margaret vor mir, die mich liebevoll anlächelte.
"Na Prinzessin gut geschlafen?" fragte sie mich und dann fiel mir alles wieder ein. Der Traum mit der Frau und dem Mann, wie sie beide auf der Wiese spielten.
"Prinzessin geht es Euch gut?" fragte mich Margaret.
"Ja alles bestens." log ich und Margaret nickte. Sie holte mir ein ein grünes Kleid raus.
Ich stand auf und sie half mir beim Kleid anziehen. Ihr müsst wissen, die Kleider hier sind sooo schwer anzubekommen, da braucht man halt Hilfe.
Am Ende machte ich mich etwas frisch und ging aus meinem Zimmer raus.

Ich saß nun (mal wieder) neben meiner Schwester Alicia und aß mein Frühstück. Unsere Vater war aber diesmal nicht da, er war bestimmt mit den Männer jagen und Daemon war mit.
Seit Daemon dreizehn ist geht er mit Vater jagen und das zurzeit sehr oft.
"Emilia." fragte ich sie und sie blickte auf und sah mich an.
"Müssen wir heute zum Lernen oder können wir nicht mal wieder ins Dorf gehen und die Kinder besuchen ?" fragt ich sie.
"Das ist eine gute Idee, Edward kann sich heute auch mal frei nehmen." sagte sie.
"Luzy." sagte sie und schon kam ein junges Mädchen zu meiner Schwester angerannt.
Sie hatte feuerrotes Haar und eine braune Haut, sie hat volle Lippen aber die sind sehr klein.
"Ja euer Hoheit." sagte sie. Ich find es immer wieder interessant, dass alle uns mit Hoheit ansprechen und Margaret mit unseren Namen oder mit 'Prinzessin'.
"Bitte sage doch Edward, dass er sich heute frei nehmen kann und sag Johannes bitte er solle unsere Pferde vorbereiten. Ach und packt Proviant, Spielzeug und etwas Geld bei den Pferden ein, wir machen heut ein kleinen Ausflug und wenn unsere Vater fragt, sag ihm wir sind bei den Kindern." sagte Emilia zu Luzy und die nickte wieder rum, verabschiedete sich und ging raus.
"Wieso Proviant Emilia? Wir bleiben doch nicht den ganzen Tag weg oder ?" fragte Alicia unsere Schwester.
"Doch Alicia bleiben wir. Im Waisenhaus essen wir mit den Kindern zu Mittag und am Nachmittag machen wir ein Picknick auf Angelinas Wiese." sagte sie und zwinkerte mir zu. Ich strahlte über das ganzen Gesicht und freute mich so sehr, ich stand auf und umarmte Emilia.
"Oh, danke Schwesterherz du bist die beste Schwester überhaupt." sagte ich und hüpfte immer wieder auf und ab.
"Ist ja gut Angelina, jetzt beruhig dich wieder." sagte sie und versuchte sich aus meinem Griff zu lösen. Ich ließ sie los und strahlte immer noch übers Gesicht.
"Gut dann wäre das geklärt. Jetzt lasst uns weiter frühstücken." sagte Alicia und so setzte ich mich wieder hin und wie aßen weiter.

Angel PrincessWo Geschichten leben. Entdecke jetzt