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Ein kurzer Blick nach links zu Liam verrät mir, das ein Auto auf uns zugerast ist. Panisch schaue ich um mich. Ich wurde nicht zu schwer verletzt, denn dadurch das er das Auto schnell gewendet hat, konnte er das meiste abfangen. Tränen steigen mir in die Augen und Schreie erklingen aus meinem Mund. Immer wieder rufe ich Liams Namen in der Hoffnung das er aufwacht und sagt das alles okay ist. Immer wieder kneife ich mich, in der Hoffnung ich würde in meinem Bett aufwachen. Doch nichts davon passiert. Die vergangen Sekunden erscheinen wie Stunden. Und jede vergangene Minute wie endloslange Tage. Erschöpft schließe ich meine Augen, die Dunkelheit beugt sich über mir. Schützend schlingt sie seine Arme um mich. Geräusche werden unklarer und leiser, bis sie komplett verstummen.
Alles so bekannt und doch so fremd. Erinnerungen ziehen an mir vorbei und versuche nach Ihnen zu schnappen.
Kinderlachen. Mein Kinderlachen.
Wo bin ich?
Gerade wollte ich dran denken was passiert ist, doch keine Erinnerung. Es ist wieder wie ausgelöscht. Dunkel und leer.
War ich überhaupt jemals wach?
„Wach auf Baby." höre ich es weit entfernt rufen.
„Kämpfe weiter." immer und immer mehr Sätze dröhnen in meinem Kopf. Lauter und lauter rufen diese Stimmen.
Woher kommen Sie und wer sind sie?
Die Dunkelheit erhellt sich und blendet mich. Ich kneife meine Augen zu. Zumindest denke ich das ich das tu.
Von einer urplötzlichen Stille erfüllt keine Sekunde später das alltägliche Leben wieder meinen Kopf. Piepen hier. Atmen da. Stimmen. Rauschen. Jemand betritt den Raum. „Ist sie schon aufgewacht?" fragt jemand. „Nein nicht soweit ich weiß." spricht eine andere. Schlagartig öffne ich meine Augen und sehe in zwei dunkelbraune Augen. Augen die mir sehr bekannt vorkommen.
„Sephora du bist wach." spricht er überrascht. „was ist passiert?" verwirrt schaue ich mich um. Die andere Stimme gehört zu einer Frau. Annika.
Unsicher schauen sich beide an, sich fragend was sie antworten sollen.
„Du bist Auto gefahren. Wir wissen nicht wie es geschah aber als wir vor Ort waren bist du schon gegen ein anderes Auto gekracht und warst nicht mehr bei Bewusstsein." kurz rufe ich meine Erinnerungen vor. Wie auf einen Schlag fällt mir alles wieder ein und mit voller sorge und Panik blicke ich in seine Augen: „wo ist Liam? Geht es ihm gut?"
Anscheinend verwundert von meiner Aussage nimmt der Halbasiate meine Hand und schaut mich besorgt an. „Sephora. Ich weiß nicht wie ich es dir sagen Soll. Aber Liam ist schon seit über einem Jahr tot."


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