Kapitel 32 - Alternativen

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Louis wollte eigentlich nochmal zu Harry gucken. Gucken, ob er guckte. Aber Liam und Zayn... Beim Küssen kam man sich mit dem Gesicht ja Recht nah und da war nicht mehr so viel Platz, dass er nebenher hätte gucken können. Er fühlte sich beinahe fiebrig. Diese Mischung. Die schnellen Lichtwechsel, die er selbst durch die geschlossenen Augen wahrnahm, die Musik die durch seinen ganzen Körper wummerte. Die verbrauchte, mit allem möglichen angereicherte Luft. Die Hitze. Harry sah ihn möglicherweise. Viele Leute sahen ihn möglichweise an und Liam und Zayn, die einfach so verdammt heiß waren und ihn führten. Kontrolle war offenbar etwas, was Louis liebend gern abgab. Er konnte das nicht so wirklich erklären, aber er war froh, dass die mit ihm machten und er sich gehen lassen konnte.
Er hing in Liams Armen, selbst wenn Zayn ihn verschlang. Er beugte nur den Kopf über die Schulter, weil er inzwischen zwischen den beiden eingekeilt war. Zayn hinter sich und Liam vor sich habend.

In seinem Kopf war längst keine Überlegung mehr möglich, ob das wohl eine gute Idee war. Sein Kopf war aus. Nur die Lichter waren offenbar noch an, weil seine Augen beinahe fiebrig glänzten, wenn das Lippenpaar, dass auf seinem lag, wechselte.

Würde Liam ihn nicht halten, wäre er längst auf den Knien. Er auf den Knien vor den beiden... Verflucht! Louis wollte gern auf die Knie.

Seine Lust, der Alkohol und vielleicht auf der aktuelle Sauerstoffmangel ließen ihn gefühlt beinahe verrückt werden. Er wusste, dass er unter normalen Umständen nicht so sein könnte. Aber was war schon normal? Jetzt gerade? Nichts.

Er krallte sich in Liams Shirt fest, der ihren Kuss vollauf dominierte, während Zayn seinen Hals attackierte.

Schwer löste er sich von Liams Lippen, zog dessen Kopf im Nacken etwas näher, um ihm hilflos ins Ohr zu wimmern: "Ich bin so hart..."
Liam grinste ihn an. Mit einem absolut verbotenen Grinsen, brachte dann seinerseits seinen Mund an Louis' Ohr, nippte einmal an dessen Ohrläppchen und sprach dunkel: "Weißt du, wie du aussiehst?"
Louis schüttelte den Kopf und hing förmlich an Liams Lippen. Immerhin war der kurz dazu übergegangen gemeinsam mit Zayn seinen Hals zu verwöhnen, was Louis laut stöhnen ließ. Zum Glück war die Musik so laut. Dass Zayn irgendwann begonnen hatte, seinen Schritt an Louis' Po zu reiben, sorgte auch nicht gerade für Abkühlung. Im Gegenteil. Louis erwischte sich selbst dabei, wie er sich dagegen drückte. Er konnte nicht anders. Es war wie ein Drang. Er brauchte darüber nicht nachdenken. Sein Körper machte einfach.

"Wie ein kleiner Engel, der einen Ausflug in die sündige Hölle gemacht hat. Und jetzt wieder hier ist, um mehr zu bekommen. Du bist wunderschön. Willst du mehr, Louis?", fragte Zayn plötzlich mit schwerer Stimme von hinten.

"Ja. Ja. Ja.", was anderes konnte er gar nicht sagen.
Louis dachte nicht mehr. Hätte er noch denken können, hätte er gedacht, sie würden ihn irgendwo in ein Bett schleppen.

Aber sie blieben mit ihm auf der Tanzfläche.
Rückten vielleicht, insofern das ging noch ein Stück näher. Zayn presste von hinten seinen Harten gegen ihn und von vorn spürte er deutlich Liams Härte an seinem Bauch.
Er wollte sie beide auspacken. Er wollte sie schmecken. Wollte sie spüren. In sich.

Aber sie waren noch immer auf der verdammten Tanzfläche.
Zayn packte ihm fest an den Po, massierte ihn, während Liam ihn vorn mit seinem Oberschenkel reizte, den er zwischen Louis' Beine schob.

Das hier war definitiv kein Tanzen mehr.

Louis keuchte unkontrolliert. Niemand küsste ihn, weil Zayn seinen Nacken bearbeitete und Liam gerade in sein Ohr raunte: "Entspann dich... Lass dich gehen.. du wirst uns heute Abend noch in dir haben. Das hier ist nur ein Vorgeschmack... Wir werden es dir gut besorgen..."

Louis war die Kontrolle, von der er nicht sicher war, ob er sie jemals gehabt hatte, vollkommen entglitten. Er keuchte und stöhnte, krallte sich an Liam fest, während er sich gleichzeitig gegen dessen Bein und an Zayns Schwanz reiben wollte. Wo er war, spielte keine Rolle mehr. Ob und wer ihm möglicherweise zusah, war nicht relevant. Er jagte seiner eigenen Befriedigung hinterher. Blendete alles andere aus.

"Es fühlt sich... So gut an...", stammelte er abgehackt.
"Ich kann es kaum erwarten, zu sehen wie du aussiehst, wenn du vor mir kniest und meinen Schwanz schluckst...", hauchte Liam und biss ihm leicht in den Hals. Keine Ahnung wie die sich abgesprochen hatte, aber Zayn tat das Selbe im gleichen Moment und das brachte Louis dazu abzuspritzen. Auf der Tanzfläche in seine Hose.

Zayn küsste noch einmal seinen maltretierten Hals und löste sich dann von ihm, während Liam ihn weiter aufrecht hielt.
Louis' Beine zitterten wie verrückt. Er hätte gerade absolut keinen Halt auf ihnen.

Er versuchte, irgendwie wieder zu Atem zu kommen. Ein Vorgeschmack. Das sollte ein Vorgeschmack gewesen sein?!

Liam bugsierte ihn irgendwie auf einen Hocker an einem der Tische und Zayn drückte ihm schon kurz darauf ein Glas Cola in die Hand, dessen Inhalt Louis sofort herunter stürzte.

Liam und Zayn schrieen sich gerade irgendwas in die Ohren und Louis hielt Ausschau nach Niall, der mit einem Typen im Arm an der Bar hing, als ihm eine nur zur bekannte Stimme ins Ohr sprach: "Na, nass in der Hose?"
Louis spürte wie ihm eine Gänsehaut von der Kopfhaut ausgehend über den ganzen Körper prickelte.

Er drehte leicht den Kopf und blickte tief in die grünen Augen von Harry.
"Sie haben dich nicht gefickt. Dabei wolltest du es so sehr, nicht wahr? Armes Baby. Wird so hingehalten...", fragte er und strich mit seinem Daumen über Louis' Lippe.
Sofort schoss dessen Zunge keck hervor und wirbelte einmal um die Fingerkuppe.

"Hi Harry!", schrie Liam von rechts, aber Harry ignorierte ihn.
"Viel Spaß dann, Süßer.", grinste Harry Louis an und drehte sich um.

Louis konnte nicht sehen, dass er an den Finger bis drei zählen konnte, bevor Louis ihn zu sich zurück zog: "Willst du..."

Toll. Jetzt hatte Louis auf halbem Weg seine Courage doch noch verlassen. Mit roten Bäckchen, die in dem Licht hoffentlich nicht so auffielen, fixierte er seine Füße, die unsicher hin und her tippelten.

"Hm... Ich weiß nicht. Ich bin an dem Kleinem da hinten dran. Aber der ist mit seinem Lover da. Also wenn das nichts wird...", sprach Harry. Nicht schüchtern, sondern sich umsehend, ob er nicht noch wen anderes fand.

"Du bist ein Arschloch.", zischte Louis ihm zu.

Harry sah ihn tief in die Augen.
"Ja."
Und verschwand wieder in den Eingeweiden des Clubs.
Ließ einen fassungslosen Louis zurück.

Hoppla. Was geht denn da ab?
Ich hoffe es gefällt.
Bis dann.
Viele Grüße ^⁠_⁠^

InnocentWo Geschichten leben. Entdecke jetzt