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L O R E L A I S M I T H

Wir betreten mein Haus und sofort überkommt mich das bekannte Gefühl der Übelkeit.

Es fühlte sich so an, als würde mein Magen sich, im Blitz schnellen tempo, in mir drehen. Mir die Luft zum Atmen nehmen, Mir den Hals aufschlitzen und mich sterben lassen.

Genau hier, an dieser Stelle, überraschten mich Mike und Dad mit Mom, vor ein paar Wochen.
Sie sollte eigentlich länger in ihrem zugeteilten Kriegsgebiet bleiben, doch sie kam schon früher zurück und überraschte mich.

Lange hatte ich mich nicht mehr so gefreut, wie an diesem einen Abend.

All diese Erinnerungen ließen mich deutlich spürbar verkrampfe, so dolle dass Lorenzo es bemerkt haben muss, ich spürte plötzlich seinen feuchten atmen an meinem Ohr.

„Atmen", flüstert er mir zu und zog sein Gesicht wieder weg, er betretet den Raum und ich blieb zurück im Flur.

Ein Atmen. Aus Atmen.

Wenige Sekunden später betete ich nach ihm den Raum.
Sie alle saßen da. Deprimiert und bedrückt. Sie spiegelten das da was ich seid den schlechten Neuigkeiten in mir verspürte.

Angst und Einsamkeit.

Mom war uns allen wichtig, auch den Freunden meines Bruders. Seitdem wir her gezogen waren, behandelte meine Mom sie so, wie ihre eigenen Kinder.
Sie liebte die Freunde meines Bruders, und sie liebten sie auch.

Ich sehe zu Dad und meinem Bruder. Ich sehe, wie die Jungs sie versuchten aufzumuntern, was sehr lieb von ihnen war.

Doch Wenn wir alle ehrlich sind, möchten wir drei alleine sein. Doch genauso gut wussten wir, dass uns das nicht helfen würde.

Es würde uns noch mehr die Hoffnung nehmen. So ganz alleine und in tödlicher Angst.

Angst um Mom, denn trotz ihrer ständiger Abwesenheit war sie der Klebestreifen dieser Familie.

Jedesmal wenn die Bausteine der Familie durch einen Streit auseinander brachen, klebte sie sie wieder zusammen.
So als wäre es ihre Bestimmung, ihre Superkraft, uns alle wieder zusammen zu kriegen.

Mom — Penelope Smith -, der super Kleber dieser Familie.
Sie darf nicht sterben. Sie darf uns nicht verlassen.
Nicht so, nicht jetzt.

„Lorelai", mein Vater erhebt sich, nachdem er meinen Namen gesagt hatte und nahm mich fest in seine Arme.

„Ich hab mir sorgen gemacht." Dad's stimme zitterte, genauso wie meine, als ich wisperte: „Ich hab Angst, Dad."
Ich sprach so leise, dass nur er mich hören könnte.  „Ich weiß, mein Kind, ich weiß."

Langsam kraulte er meinen Hinterkopf. Sein Atem war stockend, er zitterte an seinem ganzen Körper.

Ich will garnicht erst wissen, was gerade in ihm vor gehen muss.
Die Liebe seines Lebens, die Mutter seiner Kinder, seine beste Freundin, alleine im Ausland. In einem tödlichen Koma.

Und er war hier, konnte nichts für sie tun.
Dieses Gefühl Nutzlos zu sein, dann wenn man am liebsten etwas tun würde, war grauenhaft.
Dad, Mike und ich. Wir alle waren in diesem Moment Nutzlos.
Wir könnten ihr nicht helfen.

„Alles wird gut", flüstert er, diesmal so dass Mike und die anderen es auch hören würden.

„Sie wird schaffen, oder, dad?"
Mike so zu hören, so ängstlich und traurig, brach mir noch mehr das Herz. Er war niemand der traurig oder Angst hatte und ihn so zu sehen, tat mir aus dem Herzen weh.

𝐉𝐔𝐒𝐓 𝐇𝐄𝐑 𝐄𝐘𝐄𝐒 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt