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L O R E L A I S M I T H

Mit meinen Händen stemme ich meinen Kopf an meinen Beinen ab. Seit mehreren Stunden sitzen wir alle - Dad, Mike, die Freunde meines Bruders, Sia und ich -, in diesem beschissenen warte Zimmer.

Die Spannung war die reinste Hölle für mich. Ich konnte, quasi, die Angst und Unsicherheit von uns allen riechen. Die Tränen die, größtenteils, Dad, Mike und ich vergossen hatten, riechen.

Es war Neun Uhr morgens und ich würde lügen, würde ich sagen, ich wäre nicht schon ein paar mal eingenickt. Vor ungefähr Sechs Stunden Rieß Dad Mike und mich aus den Betten, er erzählte uns das Mom hier in New York wäre, das sie sie endlich hier her gebracht hatten.

Natürlich waren die anderen sofort nachgekommen, zur Unterstützung, die wir drei alle dringend benötigen.

Tja, seitdem sitzen wir und warten, warten und warten. Jede Sekunde schweift mein Blick zu der tickenden Uhr dieses Wartezimmers.

Es war das gleiche wie damals, wo Lorenzo und ich ins Krankenhaus gefahren waren und ich kurz darauf wider von Mike vergrault worden war.

Damals hatte es mir unfassbar wehgetan. Fragen, wie warum er mich nur dabei haben wollte, schwirrt in meinem Kopf, bis ich mich in einem düsteren Wald verirrt und aus Maulgelegt hatte.

Natürlich, frage ich mich das immer noch. Warum wollte er mich nicht dabei haben? Was hatte ich getan?
Doch, jetzt, in diesem Moment, verdrängte ich diese Fragen und das Ereignis.
Ich hatte keinen Kopf dafür.

Mein Blick schweift erneut zu Uhr,  sie zeigt 9:23 an. Sechs Stunden, 23 Minuten und 56 Sekunden und noch immer keine Neuigkeiten, aber wer zählt schon mit, nicht wahr?

Ich wende meinen Blick ab und treffe auf Lorenzo seinen Blick.

Ob er mich schon die ganze Zeit anschaut?

Ich lächelte schwach. Er und Sia waren als erstes da. Sie beide nahmen uns alle in ihre fürsorglichen Arme.

Meine Fingerkuppen gleiten zu meiner Stirn, während ich weiter in Lorenzos Augen blickte.

Ich spürte den leichten Kuss, den er mir bei der Umarmung auf die Stirn gehaucht hatte, bis jetzt noch.
Wie eben, durchzuckte mich ein Energie  Schub. Ich weiß nicht, warum und wieso seine Berührungen, ob mit seinen Lippen oder Händen, mich immer so stark fühlen lassen, aber ich tat es.

Diese Umarmung, plus seine Lippen auf meiner Stirn ließen mich positiv denken.

Seine Mundwinkel breiten sich zu einem kleinen grinsen aus. Weiß er das ich gerade daran gedacht habe? Spürt er es?

Gott, Lorelai, es ist offensichtlich woran du denkst, wenn du dir wie eine bekloppte an den Kopf fast und grinst!

Oh.

Beschämt nehme ich meine Hand runter und starte mir auf die Füße.

Ich lege meinen Kopf auf die Schulter meines Bruders und er ergreift meine Hand. „Wir müssen zusammenhalten", flüstert er, so das nur ich es hören konnte.

Als Antwort nickte ich nur, schmiegte mein Gesicht weiter an die Schulter meines Bruders und schloss die Augen.

„Schlaf ein wenig. Ich wecke dich, wenn wir was neues erfahren sollten."

„Aber Mom-", „Nochmal; Ich wecke dich.", unterbricht mich mein Bruder. „Mhm", gebe ich nur von mir, und schlafe, egal wie sehr ich mich dagegen wehrte, nun doch ein.

__________

Grelles Licht der Krankenhaus Lampen ließ mich meine Augen zusammenkneifen.

„Scheiße ist das hell", sage ich, während ich versuchte meine Augen zu öffnen ohne zu erblinden.

𝐉𝐔𝐒𝐓 𝐇𝐄𝐑 𝐄𝐘𝐄𝐒 Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt